Optische Telegrafensysteme

Die Geschichte der optischen Telegrafensysteme

Wie in den vorherigen Kapiteln schon angedeutet, wurden optische Telegrafensysteme dafür genutzt, um sich Nachrichten über weit entfernte Strecken zu übermitteln. Aus den Comics oder Zeichentrickserien ist besonders dieses Beispiel bekannt: Ein Indianer steht am Lagerfeuer, dem er vorher nasses Gras zugesetzt hat. Dadurch verstärkt sich die Rauchbildung. Er deckt die Flamme kurzzeitig mit einem Tuch ab, das er dann wieder lüftet. Der Rauch sammelt sich unter dem Tuch und steigt etwas stärker in die Luft auf. Aus der Ferne ist der Rauch dadurch noch besser erkennbar. Die Abstände, in denen Rauchwolken aufeinander folgten, konnte man ähnlich den Morse-Zeichen in Buchstaben oder sogar ganze Nachrichten übersetzen (die vorher bei den kommunizierenden Parteien bekannt gegeben wurden).
Eine ähnliche Methode, die du bereits im letzten Kapitel schon durch den "Herr der Ringe"-Filmausschnitt kennengelernt hast, ist die Leuchtfeuerkette. Auch sie hat historische Wurzeln - erinnere dich hierzu an das Beispiel der Leuchtfeuerkette zwischen Troja und Mykene.
Mit dem Fortschreiten der Technik kamen neue optische Telegrafensysteme hinzu. Die zusätzliche Erfindung des Fernrohrs ermöglichte es, noch viel weiter entfernte Menschen miteinander kommunizieren zu lassen.

Gerade für Hilferufe oder militärische Nachrichten war die Nutzung solcher optischen Telegrafensysteme von großer Wichtigkeit. Die Nutzung barg aber auch Probleme und es galt bestimmte Regeln einzuhalten.

Ziel dieses Kapitels ist es, ein optisches Telegrafensystem selbst zu bauen und auch Regeln zu formulieren, die für die Nachrichtenübertragung gelten müssen. Noch dazu wirst du sehen, dass es Probleme gibt, die während der Anwendung auftauchen können. Welche Probleme dies sind und wie man sie lösen oder sogar vermeiden kann, wirst du ebenfalls lernen.

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