Fachkonzept - Liste

Listen und ihre Darstellung

Eine Liste ist eine Datenstruktur zur Verwaltung endlicher Folgen von Daten, bei der man flexibel neue Daten hinzufügen und vorhandene Daten entfernen kann.

Liste

Listen können in fast allen Programmiersprachen zur Verwaltung von Daten benutzt werden. Die Art und Weise, wie Listen in verschiedenen Programmiersprachen zusammengesetzt sein dürfen, wie sie dargestellt werden und wie sie mit Operationen verändert werden können, unterscheidet sich aber zum Teil recht deutlich. Wir benutzen im Folgenden das Listenkonzept von Python.

Zur Darstellung von Listen verwenden wir eckige Klammern. Alle Elemente einer Liste werden mit Kommata getrennt. Die Elemente einer Liste können von beliebigem - also auch unterschiedlichem - Typ sein. Mehr hierzu in den folgenden Abschnitten.

Beispiele:

# Liste zur Verwaltung von Lottozahlen
[25, 40, 44, 1, 45, 21]
# Liste ohne Listenelemente
[]

Eine besondere Liste ist die leere Liste []. Sie enthält keine Elemente.

Zugriff auf Elemente einer Liste

Die Elemente einer Liste sind durchnummeriert Beachte, dass die Nummerierung mit 0 beginnt. Die Nummer eines Elements wird auch Index genannt.

Der Zugriff erfolgt über die Nummer bzw. den Index des Listenelements. Wenn liste eine Liste bezeichnet, dann beschreibt der Ausdruck liste[i] das Listenelement mit der Nummer i.

>>> ziehung = [25, 40, 44, 1, 45, 21]
>>> ziehung[0]
25
>>> ziehung[1]
40

Bei Listen ist sowohl ein lesender Zugriff als auch ein schreibender Zugriff auf die Elemente möglich.

>>> ziehung = [25, 40, 44, 1, 45, 21]
>>> ziehung[4]
45
>>> ziehung[4] = 46
>>> ziehung
[25, 40, 44, 1, 46, 21]

Zugriff auf Teillisten

In Python ist auch ein Zugriff auf eine Teilliste möglich: Wenn liste eine Liste bezeichnet, dann beschreibt der Ausdruck liste[i:j] die Liste, die alle Elemente der Ausgangsliste liste mit den Nummern von i bis j-1 enthält. Beachte, dass diese Teilliste auch leer sein kann.

>>> ziehung = [25, 40, 44, 1, 45, 21]
>>> ziehung[0:2]
[25, 40]
>>> ziehung[2:5]
[44, 1, 45]
>>> ziehung[3:3]
[]

Die folgenden Beispiele zeigen noch einige abkürzende Schreibweisen, die die Beschreibung von Teillisten oft vereinfachen.

>>> ziehung = [25, 40, 44, 1, 45, 21]
>>> ziehung[:2]
[25, 40]
>>> ziehung[2:]
[44, 1, 45, 21]
>>> ziehung[:]
[25, 40, 44, 1, 45, 21]

Konkatenation von Listen

Bei der Konkatenation von Listen werden diese zu einer Gesamtliste verbunden. Wenn liste1 und liste2 zwei Listen bezeichnen, dann beschreibt der Ausdruck liste1 + liste2 die Liste, die zunächst alle Elemente von liste1 und danach alle Elemente von liste2 enthält.

>>> tippAnfang = [2, 6]
>>> tippEnde = [16, 40, 41, 43]
>>> tippAnfang + tippEnde
[2, 6, 16, 40, 41, 43]
>>> tippAnfang + [10]
[2, 6, 10]
>>> [] + tippAnfang
[2, 6]

Länge einer Liste

Die Länge einer Liste beschreibt die Anzahl der Listenelemente. Wenn liste eine Listen bezeichnet, dann beschreibt der Ausdruck len(liste) die Länge der Liste.

>>> tippAnfang = [2, 6, 16, 40]
>>> len(tippAnfang)
4
>>> len([])
0

Vorhandensein in einer Liste abprüfen

Mit einem Ausdruck der Gestalt element in liste kann man überprüfen, ob das von element verwaltete Datenobjekt in der von liste verwalteten Liste vorkommt.

>>> tippAnfang = [2, 6, 16, 40]
>>> t = 25
>>> t in tippAnfang
False
>>> t = 40
>>> t in tippAnfang
True

Eine Liste durchlaufen

Mit einer for-Anweisung der Gestalt for element in liste: kann man alle Elemente einer Liste (Sequenz) der Reihe nach durchlaufen.

>>> ziehung = [25, 40, 44, 1, 45, 21]
>>> for z in ziehung:
        print(z)

	
25
40
44
1
45
21
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