Freie Software

Freie Software in der Schule

Fachleute weltweit fordern bereits seit längerem, dass in Schulen ausschließlich freie Software zum Einsatz kommen sollte. Ihre Argumente sind:

  • Schulen sollen zur freiheitlichen Demokratie erziehen. Durch den Einsatz von nicht-freier Software wird die Freiheit der Nutzer und deren Recht auf informationelle Selbstbestimmung gefährdet. Daher verbiete sich in Schulen der Einsatz nicht-freier Software.
  • Schulen sind zur Neutralität verpflichtet und sollten daher keinerlei spezielle kommerzielle Anbieter von Software unterstützen oder sich als Multiplikatoren für diese einsetzen lassen.
  • Anfallende Lizenzgebühren bei proprietärer Software können dazu führen, dass Teile der Bevölkerung von der Teilhabe an der Informationsgesellschaft ausgeschlossen werden, was durch Schulen nicht unterstützt werden sollte.
  • Der Einsatz freier Software spart Steuermittel, da keinerlei Lizenzgebühren anfallen.
  • Freie Software kann unproblematisch und kostenlos an Schüler und Schülerinnen weitergegeben werden, so dass diese auch zu Hause davon profitieren können.
  • Der Quelltext freier Software kann von den Schülern und Schülerinnen jederzeit analysiert und weiterentwickelt werden, wodurch neben dem Lernen in der Schule auch ein autodidaktisches Lernen zu Hause gefördert wird.
  • Schulen besitzen eine Vorbildfunktion. Durch den Einsatz freier Software haben sie die Möglichkeit, ein Bewusstsein für den Wert von Transparenz und Unabhängigkeit auf Seiten der Schüler zu schaffen und zu fördern.

Von den Befürwortern proprietärer Software in Schulen wird angeführt, dass diese außerhalb der Schulen stark verbreitet ist und dass Schüler und Schülerinnen durch den Einsatz von proprietärer Software in der Schule daher besonders gut auf die spätere Teilnahme am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben vorbereitet würden.

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