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Überprüfen

Diagnose von Lernfortschritten

Der Lernfortschritt sollte begleitend zum Lernprozess immer wieder überprüft werden. Eine genaue Diagnose des aktuellen Lernstands hilft, die nächsten Lernschritte gezielt zu planen und zu fördern.

Prozessbegleitende Diagnose: Eine Prozessbegleitende Diagnose liefert Aufschlüsse in den folgenden Phasen:

  • vor der Erarbeitung:
    Was kann ich bereits?
  • während der Erarbeitung:
    Wo stehe ich gerade?
  • nach der Erarbeitung:
    was kann ich jetzt?
  • ...

Wissen abfragen / Kompetenzen überprüfen

Wissen kann man leicht abfragen. Schwieriger ist es, Kompetenzen zu überprüfen. Zur Erinnerung:

Kompetenzen sind die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, in unterschiedlichen lebensweltlichen Situationen Probleme zu lösen und die Bereitschaft, dies auch zu tun. (Quelle: R. Baumann u. B. Koerber: Begriffe begreifen. LOGIN 154 / 155, S. 33)

Weitere Definitionen des Kompetenzbegriffs;

  • Kompetenz wird beschrieben durch die Angabe einer bestimmten Menge von Aufgaben, die man ausführen kann, wenn man die betreffende Kompetenz besitzt. (Quelle: F. Schott u. S.A. Ghanbari: Kompetenzdiagnostik, Kompetenzmodelle, kompetenzorientierter Unterricht.)
  • Kompetenz zeigt sich im handelnden Umgang mit Wissen. (Quelle: J. Leisen: Lernaufgaben als Lernumgebung zur Steuerung von Lernprozessen.)

Kompetenz bezeichnet also einen hypothetisch angenommenen inneren Zustand (man sagt auch Disposition).

Kompetenz als Disposition ist nicht beobachtbar. Beobachtbar ist lediglich eine äußerlich sichtbare Performanz, deren Zustandekommen vom Beobachter hypothetisch auf das Vorhandensein einer inneren Disposition zurückgeführt wird.

Das Grundproblem der Kompetenzüberprüfung besteht also darin, aus beobachtbaren Ergebnissen im Lernprozess auf die zur Erzeugung erforderlichen Kompetenzen zu schließen.

Aufgaben zum Überprüfen

Aufgaben zum Überprüfen sollten möglichst viele der folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Transparenz des Lernfortschritts:
    Die Aufgabe sollte nicht nur darauf ausgelegt sein, Defizite aufzudecken. Sie sollte so konzipiert sein, dass Lernfortschritte erkennbar sind.
  • klare Aufgabenstellung, klarer Erwartungshorizont:
    Die Aufgabe sollte so formuliert sein, dass klar ist, was als Ergebnis erwartet wird.
  • Validität:
    Die Aufgabe sollte so konzipiert sein, dass tatsächlich das überprüft wird, was überprüft werden soll. Ungünstig ist es, wenn eine Vielfalt an Wissen und Können beim Lösen der Aufgabe erforderlich ist.
  • Rückschlüsse auf Fähigkeiten:
    Die Aufgabe soll dazu führen, dass man beim Lösen die geforderten Fähigkeiten auch tatsächlich zeigen muss, so dass man aus den erstellten Produkten auf die Fähigkeiten rückschließen kann. Bei der Formulierung der Aufgaben sollten also Verben (Operatoren) vorkommen, die zu bestimmten Tätigkeiten auffordern.
  • verschiedene Niveaustufen:
    Aufgaben sollten unterschiedliche Kompetenzniveaus berücksichtigen.
  • ...

Hinweis in eigener Sache

Bisher sind keine Abschnitte mit Aufgaben zum gezielten Überprüfen hier integriert. Du kannst gerne helfen, solche Aufgaben zu entwickeln.

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